Wenn im Winter der Nebel über dem Säuliamt liegt oder die Bise über die Reussebene pfeift, frieren viele Menschen an Händen und Füssen. Kälte ist nicht nur unangenehm: Sie lässt uns die Schultern hochziehen, verspannt den Nacken und macht steif. Mit diesen fünf einfachen Tipps kommen Sie gut warm durch die kalte Jahreszeit.
1. Richtig anziehen: Zwiebelprinzip und Wolle
Mehrere dünne Schichten wärmen besser als ein einziger dicker Pullover, weil zwischen den Lagen Luft eingeschlossen wird – und Luft isoliert. Direkt auf der Haut bewährt sich Wolle, etwa Merinowolle, oder Funktionswäsche. Baumwolle ist zwar angenehm, saugt aber Schweiss auf, bleibt lange feucht und kühlt dann aus. Daunenjacken halten dank ihrer feinen, verästelten Federn viel Luft fest und isolieren deshalb sehr gut. Denken Sie auch an Mütze, Handschuhe und warme Socken: Hände und Füsse kühlen besonders schnell aus, weil der Körper bei Kälte die Durchblutung dort drosselt, um die inneren Organe warm zu halten.
2. In Bewegung bleiben
Bewegung kurbelt die Durchblutung an und erzeugt Wärme in der Muskulatur. Schon ein paar einfache Übungen nach dem Aufstehen machen einen Unterschied: Schultern kreisen, Arme schwingen, auf die Zehenspitzen und zurück. Auch im Winter lohnt sich Sport an der frischen Luft – ein zügiger Spaziergang, Walking, eine Joggingrunde oder Langlaufen. Wer viel sitzt, steht am besten jede Stunde kurz auf.
3. Von innen wärmen: Gewürze, Suppen und Tee
Chili, Cayennepfeffer und scharfe Peperoncini enthalten Capsaicin. Dieser Stoff reizt die Wärmerezeptoren in Mund und Haut und sorgt so für das typische Hitzegefühl. Auch Ingwer hinterlässt eine angenehme Wärme in Mund und Bauch. Die Körpertemperatur steigt dadurch allerdings kaum – wohltuend ist es trotzdem. Mindestens so wichtig sind warme Mahlzeiten wie eine Gemüsesuppe und warme Getränke. Ein Kräuter- oder Ingwertee zählt übrigens auch zu Ihrer täglichen Trinkmenge.
4. Wärme durch Massage
Eine klassische Massage regt die Durchblutung in Haut und Muskulatur an. Viele Menschen spüren danach eine wohlige Wärme, und Muskeln, die sich in der Kälte verkrampft haben, können sich lösen. Öle mit Rosmarin werden traditionell für wärmende Einreibungen verwendet. Wer im Winter ständig kalte Füsse hat, empfindet auch eine Fussreflexzonenmassage oft als angenehm wärmend.
5. Lachen, Licht und Gesellschaft
Die dunklen Wintermonate schlagen manchen aufs Gemüt. Treffen Sie sich mit Freunden, besuchen Sie eine Comedy-Vorstellung oder schauen Sie einen lustigen Film – herzhaftes Lachen entspannt und vertieft die Atmung. Und gehen Sie möglichst tagsüber nach draussen: Tageslicht tut der Stimmung gut, auch wenn der Himmel grau ist.
Das können Sie selbst tun gegen kalte Hände und Füsse
- Warmes Fussbad: Einige Minuten in warmem Wasser vor dem Schlafengehen wärmen durch und helfen vielen beim Einschlafen.
- Selbstmassage: Hände und Füsse mit etwas Crème oder Öl kräftig kneten und ausstreichen.
- Zehen und Finger bewegen: auch unter dem Bürotisch – Zehen krallen und spreizen, Fäuste ballen und öffnen.
- Nicht rauchen: Nikotin verengt die Blutgefässe und verstärkt kalte Hände und Füsse.
- Genug trinken: Auch im Winter braucht der Körper Flüssigkeit; gut eignet sich warmer, ungesüsster Tee.
Vorsicht: Bei Diabetes oder Durchblutungsstörungen ist das Temperaturempfinden an den Füssen oft vermindert, sodass Verbrennungen drohen. Auch bei Venenleiden ist viel Wärme ungünstig. Verwenden Sie Fussbäder und Wärmeflaschen in diesen Fällen nur nach Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Wann zum Arzt?
Werden Finger oder Zehen bei Kälte anfallsartig weiss oder bläulich, schmerzen sie stark oder bleiben sie taub, sollten Sie das ärztlich abklären lassen. Dasselbe gilt, wenn Sie plötzlich viel stärker frieren als früher oder beim Gehen Schmerzen in den Beinen auftreten.
Wenn sich bei Ihnen Kälte und Verspannung gerade die Hand geben, gönnen Sie sich eine wärmende Pause: Senden Sie mir einfach eine Terminanfrage – ich freue mich, Sie in meiner Praxis in Obfelden zu begrüssen.




